Historie DC-3

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Historische Flugzeugmodelle als Tischleuchte aus hochwertigem Aluminiumguss in limitierter Auflage und in Handarbeit gefertigt - jedes Stück ein Unikat


Douglas DC-1 / DC-2 / DC-3

Wer kennt sie nicht? Die DC-3 ist eine Ikone der Luftfahrt: Mehr als 10.000 Exemplare und mehr als 65 Dienstjahre haben die DC-3 zu einem Synonym für die zivile Luftfahrt überhaupt werden lassen. Auf eine solche Karriere hätte wohl auch  Donald W. Douglas, der von seinen Produkten selbstverständlich überzeugte Konstrukteur, nicht wetten mögen, als er 1935 die DC-3 als weiterentwickelte und größere Variante der DC-2 (und der DC-1) vorstellte.

Douglas DC-1
Die Fluggesellschaft TWA richtete 1932 eine Ausschreibung über ein modernes Passagierflugzeug an die Industrie. Denn TWA benötigte dringend ein geeignetes Modell, da Boeing seine wegweisende 247 vorerst exklusiv für United Airlines reserviert hatte. Donald W. Douglas präsentierte daraufhin in Rekordzeit die DC-1, die TWA ausschließlich für Werbezwecke nutzte. Gleichzeitig bestellte die Airline 25 Modelle einer verbesserten Ausführung.

Douglas DC-2
Die DC-2 war als verbesserte Version des DC-1 Einzelstücks um 61 Zentimeter länger, besaß stärkere Motoren und bot 14 Fluggästen Platz. Die DC-2 war als Ganzmetall- Tiefdecker eine moderne und robuste Erscheinung. Der Sieg beim MacRobertson Luftrennen von England nach Australien bewies zudem die Leistungsfähigkeit des Modells. Douglas verkaufte 193 DC-2 an die Airlines in alle Welt und die amerikanische Luftwaffe.

Douglas DC-3
1934 wünschte American Airlines eine Schlafliegen-Variante der DC-2 für die Transkontinentalflüge. Douglas entwickelte daraufhin den DST (Douglas Sleeper Transport), der am 17. Dezember 1935 seinen Erstflug absolvierte. Mit normaler Bestuhlung fanden in diesem DC-3 genannten Modell 24 Personen Platz. Und damit war eines der Hauptkapitel der Luftfahrtgeschichte eröffnet.

Bis zum Kriegsbeginn hatte die DC-3 eine dominierende Stellung bei den amerikanischen Fluggesellschaften eingenommen und spielte damit eine Schlüsselrolle in der zivilen Luftfahrt, die kaum überschätzt werden kann.

Mit der DC-3 wurde in den Vereinigten Staaten das Flugzeug zu einem Standardverkehrsmittel. Der inneramerikanische Flugverkehr wuchs zwischen 1936 und 1941 um rund 600 Prozent - und dies mit einer fast legendären Flugsicherheitsbilanz. An beidem hatte die DC-3 einen entscheidenden Anteil.

Ihre dabei unter Beweis gestellte Zuverlässigkeit und Robustheit machte das Modell für den Militäreinsatz interessant. So lieferte Douglas schließlich über 10.000 Maschinen für den Kriegseinsatz. Hier trug sie die Bezeichnung C-47.

Viele dieser rezivilisierten Modelle wurden in der Nachkriegszeit zum Standardmodell für bestehende und vor allem die neu gegründeten Fluggesellschaften.

Die anhaltende Popularität führten Douglas sogar zur Entwicklung einer deutlich verbesserten Super DC-3, die im Juni 1949 ihren Erstflug absolvierte. Aber das Interesse an diesem Modell blieb gering und die Serienfertigung daher aus.

Doch auch ohne die Super DC-3 ist die DC-3 mit 10.928 Stück (ohne Lizenzproduktion) mit weitem Abstand das meistgebaute Verkehrsflugzeug aller Zeiten.

Details

Rumpf:

  • Ganzmetallbauweise ohne Druckkabine

    Tragfläche:

  • freitragender Tiefdecker in Ganzmetallbauweise

    Leitwerk:

  • freitragende Normalbauweise in Ganzmetall

    Fahrwerk:

  • Spornradfahrwerk; Haupträder einziehbar; sie ragen im eingezogenen Zustand zum Schutz bei Notlandungen etwas heraus

    Erstflug:

  • 17.12.1935

    Zulassung:

  • 21.5.1936

    Indienststellung:

  • 25.6.1936 (bei American Airlines)

    Sonstiges:

  • Vor dem 2. Weltkrieg wurden 430 DC-3 gebaut, insgesamt (ohne sowjetische Lizenzbauten) 10926. 1985 waren noch 350 im Einsatz.

    In einem Bericht von 1973 war zu lesen: Seit Jahren bemühen sich viele Flugzeugkonstrukteure und Direktoren vieler Luftfahrtgesellschaften um einen Ersatz für die DC-3. Doch wie soll man ein 35 Jahre altes Flugzeug ersetzen, das 1970 noch bei über 200 großen und kleinen Luftfahrtgesellschaften in aller Welt jede ihm gestellte Aufgabe erfüllte? Noch Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg war die Zahl der im zivilen Einsatz stehenden DC-3-Maschinen größer als die aller übrigen Verkehrsflugzeugtypen zusammen. Aus einem im Dezember 1969 veröffentlichten ausführlichen "Internationalen Luftfahrtüberblick" war zu entnehmen, dass zu dieser Zeit noch fast 900 DC-3 im Linieneinsatz standen. Die DC-3 entstand 1935 als Weiterentwicklung der DC-2 mit Schlafkojen. Der Erstflug fand am 17. Dezember statt. Es stellte sich heraus, dass die Ausführung für Tagespassagiere das meiste Interesse fand. Diese Version wurde deshalb bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in großer Serie hergestellt. Der Krieg brachte eine gewaltige Steigerung der Produktionszahlen dieses Flugzeuges: 10928 waren es in den Vereinigten Staaten, etwa 2000 Lisunov Li-2 als Lizenzbau der Sowjetunion und weitere 450 in Japan unter der Bezeichnung L2D2. Nach dem Zweiten Weltkrieg überfluteten Tausende überzählige C-47 und andere militärische Varianten den zivilen Markt und fanden bei Luftfahrtgesellschaften in aller Welt für Passagier- und Frachttransport und sonstige Aufgaben reißenden Absatz. Ein oder zwei Jahre später kam die DC-3 in den Ruf, besonders unfallgefährdet zu sein, obwohl bei der riesigen Zahl der eingesetzten Maschinen kaum mit einem fehlerfreien Betrieb gerechnet werden konnte. Einige dieser Unfälle wurden zweifellos durch Überladung verursacht. Die Tragfähigkeit der DC-3 wurde mit 28 bis 32 Passagieren angegeben. Aus Ländern des Mittleren Ostens und Afrikas wurden jedoch haarsträubende Fälle bekannt, nach denen in manche Maschine mehr als die doppelte Anzahl "gepfercht" wurden. Ursache der meisten Abstürze war vermutlich das grenzenloses Vertrauen einfacher Menschen in die Tragfähigkeit der DC-3. Trotzdem verliefen fast alle diese Flüge ohne Zwischenfälle. Diese Zeit und der erfolgreiche Einsatz bei der Berliner Luftbrücke verdrängten allmählich den schlechten Ruf, eine Todesfalle zu sein. Es ist unmöglich, hier die offiziellen und inoffiziellen Änderungen aufzuzählen, die in den vergangenen 25 Jahren an der DC-3 durchgeführt wurden. Sie betrafen im allgemeinen nur den Einbau verschiedener Triebwerkstypen, einschließlich Propellerturbinen, wechselnde Form der Kabinenfenster und die Anordnung der Sitze und Einrichtung. Die meisten der 1973 noch eingesetzten Maschinen sind vom Typ DC-3C, einer strukturell verstärkten Version der C-47 Skytrain oder Dakota aus den Kriegsjahren. Außerdem sind noch immer bei den Luftwaffen von über 70 Ländern - auch in den USA - mehrere tausend Militärmaschinen eingesetzt.

    Noch heute sind bei der Schweizer Luftfahrtgesellschaft "Classic Air" zwei DC-3 aus dem Jahr 1942 oder früher mit vergrößerten Panoramafenstern und modernisiertem Cockpit im Einsatz. Sie tragen die Bezeichnungen HB-ISB und HB-ISC und führen regelmäßig Sonderflüge zwischen Zürich und der schottischen Stadt Southend durch.

    Die militärischen Versionen führten die Bezeichnung C-47 "Skytrain" (Frachttransporter mit verstärktem Kabinenboden), C-53 "Skytrooper" (Truppentransporter vor allem zum Absetzen von Fallschirmjägern) und R-4 D (Transporter für die USA-Marine).

    Nach dem zweiten Weltkrieg führten Modernisierungsversuche zur Turbo- DC-3. Die USA-Firma Convoy baute zwei PTL-Triebwerke mit je 1600PS (1175kW) ein. Damit erreichte die Maschine 400km/h Höchst- und 330 km/h Dauergeschwindigkeit, eine Gipfelhöhe von 7600m und eine Reichweite von 3300km.

    Noch heute wird die DC-3 in zahlreichen Ländern als Transporter benutzt.


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    Stand: 17. Juni 2010